Leistungsfall zum Privat-Rechtsschutz für Privatkunden

am . Veröffentlicht in Rechtsschutz

Hotelpiraterie

Ihr Kunde bucht für sich und seine Familie eine zweiwöchige Urlaubsreise in die Karibik für 4.000,- €. Die Familie ist voller Vorfreude, denn sie kennt das Hotel und die Anlage von früheren Reisen gut.

Im Hotel angekommen stellt Ihr Kunde fest, dass die bislang beeindruckende Poollandschaft teilweise trocken gelegt und mit schmutzigem Wasser gefüllt ist. Eines der großen Becken wird sogar grundsaniert. Die Bauarbeiter arbeiten von früh morgens bis abends mit Presslufthämmern und Betonsägen. Über die gesamte Hotelanlage hat sich bereits ein feiner, aber hartnäckiger Staubschleier gelegt. Der Lärm verhindert natürlich auch jegliches Ausschlafen. Um den Baulärm im Restaurant zu übertönen, wird die Musik so laut aufgedreht, dass sich die Gäste kaum unterhalten können.


Viele weitere angepriesene Annehmlichkeiten des Hotels, wie zum Beispiel Animation und kostenloser Safe, sind nicht vorhanden. Das Essen erweist sich zudem als tägliche Wiederholung. Ihr Kunde beschwert sich einige Male erfolglos bei der Reiseleitung.

Nach der Rückkehr aus dem Urlaub wendet sich Ihr Kunde an einen im Reiserecht spezialisierten Anwalt. Dieser fordert für Ihren Kunden die Rückerstattung des Kaufpreises inklusive Schadenersatz für die nutzlos aufgewandte Urlaubszeit, insgesamt 5.000,- €. Der Reiseveranstalter weist jegliche Forderungen zurück. Der Anwalt reicht für Ihren Kunden Klage ein.

In der mündlichen Verhandlung weist das Gericht auf Gesprächsnotizen der Reiseleitung hin. Daraus geht hervor, dass seitens Ihres Kunden nur der Lärm gerügt wurde. Alle anderen Mängel wurden nicht erwähnt. Um diese Angaben zu bestätigen, müsste der Reiseleiter als Zeuge gehört werden. Dieser befindet sich allerdings ganzjährig in der Karibik. Zudem erwartet das Gericht von beiden Parteien zu einigen Punkten weitere Angaben und Ausführungen. Insgesamt wird sich der Rechtsstreit dadurch noch einige Monate hinziehen.

Die AUXILIA hilft Ihrem Kunden

Um die Angelegenheit zu beenden, bietet der Reiseveranstalter 2.500,- € zur Abgeltung aller Ansprüche an. Ihr Kunde stimmt zu.

Die angefallenen Kosten werden gegeneinander aufgehoben, d.h. jede Partei zahlt ihren Rechtsanwalt selbst, die Gerichtskosten werden geteilt. Die für Ihren Kunden entstandenen Kosten in Höhe von 1.570,- € werden von der AUXILIA erstattet.

Hintergrund

Dieser Fall ist im Privat-Rechtsschutz über die Leistungsart Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht versichert. Der Privat-Rechtsschutz ist in allen gängigen Produktkombinationen für Privat- und Geschäftskunden enthalten.

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